{"id":396,"date":"2023-07-11T06:35:58","date_gmt":"2023-07-11T06:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/kunkel-systems.de\/?p=396"},"modified":"2024-07-29T10:18:34","modified_gmt":"2024-07-29T10:18:34","slug":"die-anforderungen-an-moderne-software","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunkel-systems.de\/?p=396","title":{"rendered":"Die Anforderungen an moderne Software"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em><strong>Warum gemischtgeschlechtliche Teams effizienter sind und dem Kunden einen Mehrwert bieten &#8211; von Julia B\u00f6ttcher<\/strong><\/em><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kunkel-systems.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mann-und-Frau-Code.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-397\" width=\"459\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/kunkel-systems.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mann-und-Frau-Code.png 768w, https:\/\/kunkel-systems.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mann-und-Frau-Code-300x222.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich gebe zu, als Frau in einem M\u00e4nnerberuf zu arbeiten, der viel mit Elektrotechnik, Programmierung oder Prozesstechnik zu tun hat, ist manchmal ungew\u00f6hnlich. Zum Gl\u00fcck werde ich selten gefragt \u201eWie ist es so, als Frau in einem M\u00e4nnerberuf zu arbeiten?\u201c Aber es kommt doch hin und wieder mal vor, dass wir einen Betrieb vor Ort besuchen und eine Wartung durchf\u00fchren und ich dann die einzige Frau im Leitstand bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich dann neben meinem Mann auf dem Boden knie und irgendwelche Schrauben und Muttern l\u00f6se oder den Widerstand des Sensors messe, ist das f\u00fcr viele erstmal \u201eungew\u00f6hnlich\u201c, so wie die Frau in der KFZ-Werkstatt oder beim Pannendienst. Und dann werde ich schon manchmal neugierig angeschaut, weil es einfach nicht \u00fcblich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele junge Frauen ist \u201eSoftware\u201c und \u201eTechnik\u201c immer noch ein m\u00e4nnlich dominierter Bereich und sie wollen lieber eine Arbeit \u201emit Menschen\u201c- im Bildungs,- Gesundheits,- oder im sozialen Bereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Software hat auch sehr viel mit Menschen zu tun, denn Software muss von Menschen angewandt und verstanden werden! Und darin sehe ich meinen Job. Bei <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/post\/edit\/7084070870238801922\/#\">Kunkel Systems<\/a> arbeite ich als CCO, bin also in erster Linie f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Kunden zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum Digitalisierung oder Software f\u00fcr etwas m\u00e4nnliches gehalten wird, mag daran liegen, weil die eigentliche Programmierung wirklich ein trockenes Gebiet ist und man sehr gute Grundkenntnisse in Mathematik oder auch Statistik haben muss. Nur wer sich darin vertieft und vielleicht tagelang von anderen Menschen und Au\u00dfenreizen abschirmt, wird wirklich gute Programme schreiben. Die Nerds in meiner Jugendzeit waren auf jeden Fall alles M\u00e4nner, aber das ist nur eine Notiz am Rande. \ud83d\ude42 Programmierung ist eine solit\u00e4re Kunst- nichts wor\u00fcber man tagelang Meetings abh\u00e4lt oder mit anderen zusammen locker dar\u00fcber plaudert. \u201eZusammen Code schreiben\u201c ist nicht m\u00f6glich, es w\u00fcrde Chaos erzeugen. Man kann und muss aber das Ergebnis der Arbeit besprechen und hier ben\u00f6tigt auch der beste Programmierer kommunikative F\u00e4higkeiten. Die Richtung im Programm muss von einem Chefprogrammierer vorgegeben werden und der Code braucht eine klare Struktur und kein einziger Fehler darf enthalten sein. Manchmal sitzt mein Mann an einem einzigen Software-Problem mehrere Tage und ich frage mich dann verdutzt \u201ewarum dauert das wieder so lange?\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie auf der Baustelle \u00fcblich, muss ein Code \u201esauber\u201c programmiert werden. Die Zusammenh\u00e4nge m\u00fcssen stimmen, es darf nicht schludrig gearbeitet werden. Software ist im Grunde eine Maschine, die aus digitalen Elementen (null und eins, wahr und falsch) aufgebaut ist. Wenn irgendwo ein Zahnrad nicht richtig verbaut wurde, klappert das ganze, oder startet im schlimmsten Fall gar nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Kunde ist K\u00f6nig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genauso wichtig ist heutzutage die Anwendung der Software in der Praxis, also beim Kunden selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, dass Software \u201egut beim Menschen ankommt\u201c. Der Erwartungsdruck hat in dieser Hinsicht zugenommen. Die Software muss von jedem verstanden und akzeptiert werden. Wie oft habe ich schon von Kunden geh\u00f6rt, die z.B. mit g\u00e4ngigen Warenwirtschaftssystemen arbeiten \u201edas ganze ist uns zu kompliziert\u201c oder es werden die Augenbrauen hoch gezogen, wenn uns mal wieder berichtet wird, welche Fallstricke im Detail lauern und wie kompliziert die Bedienung sein kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr &#8222;misslungene Digitalisierung&#8220; sind viele Rechnungsprogramme der unteren und mittleren Preisregion. Diese sind immer noch viel zu kompliziert und bieten z.B. noch nicht einmal einfaches WYSIWYG &#8211; Interface (hier erkl\u00e4rt: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/WYSIWYG\" target=\"_blank\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/WYSIWYG<\/a>) . Man sieht nicht, was man tut, sondern muss Bl\u00f6cke und Datenbankeintr\u00e4ge an verschiedenen Stellen umst\u00e4ndlich zusammenklicken. Und wehe, wenn \u00c4nderungsw\u00fcnsche auftreten, dann muss man oft stundenlang auf der Webseite oder im Handbuch nachlesen, wie man einen kleinen Fallstrick l\u00f6sen kann. \u00c4nderungen der Steuers\u00e4tze oder das \u00c4ndern von wichtigen Stammdaten dauern dann schon viel zu lange. Rechnungsprogramme m\u00fcssen heutzutage genauso flexibel sein wie das Unternehmen, das sie benutzt. Man kann und m\u00f6chte dort keine Zeit verschwenden. <\/p>\n\n\n\n<p>Im schlimmsten Falle ist es f\u00fcr den Anwender einfacher, die Text-Bl\u00f6cke wieder selbst mit einem Text-Verarbeitungsprogramm zusammen zu stellen und dann ganz auf die &#8222;Automatisierung&#8220; zu verzichten. Ein Schritt nach hinten, der in der digitalen Welt eigentlich nicht tragbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einfachheit ist Trumpf, auch bei der Software<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns als Firma Kunkel war von Anfang an klar, dass Software nicht nur einen Mehrwert bei der Messung von Qualit\u00e4t bieten soll, sondern auch \u201eeinfach\u201c sein muss. Sie darf gerne im Unterbau kompliziert sein und eine ausgekl\u00fcgelte Technik und den modernsten Stand der Technik bieten. F\u00fcr den Menschen muss die Software aber \u201eleicht zu erlernen\u201c sein. Und das wird sie nur, wenn wir uns in die Denkweise der Kunden \u201ehineinversetzen\u201c und die Bed\u00fcrfnisse verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vorbild sind z.B. ber\u00fchmte Hersteller von Smartphones, die Kunden \u00fcberzeugen konnten, weil sie extrem zug\u00e4nglich sind und man eine Anleitung \u00fcberhaupt nicht mehr ben\u00f6tigt. \u00c4hnlich erfolgreich arbeiten moderne Suchmaschinen und alle bekannten Service-Anbieter f\u00fcr &#8222;Big Data&#8220; &#8211; Technologien. Man m\u00f6chte ja Kunden und somit Daten &#8222;gewinnen&#8220;, das geht nur, wenn der Zugang so einfach wie m\u00f6glich wird. Ein verlorener Kunde, der genervt aufgibt, kommt so schnell nicht wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand m\u00f6chte heute mehr Handb\u00fccher lesen oder sich mit einer Materie l\u00e4nger als eine Stunde besch\u00e4ftigen. Daf\u00fcr fehlt in modernen Betriebsabl\u00e4ufen einfach die Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Man l\u00e4sst sich ja auch keine Waschmaschine nach Hause liefern, um dann eine Woche lange im Handbuch bl\u00e4ttern zu m\u00fcssen oder gar eine Weiterbildung beim Chef zu beantragen. Nein, man m\u00f6chte die Waschmaschine intuitiv verstehen, die wichtigsten Schalter und Kn\u00f6pfe sofort finden und dann mit der Arbeit anfangen. Denn die Maschine soll ja Arbeit abnehmen und keine neue erzeugen. Auch wenn das ganze selbstverst\u00e4ndlich klingen mag, so wird schnell klar, dass dieses Ziel beim Softwaredesign auch definiert und durch konkrete Schritte umgesetzt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Software trifft Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich wird es immer Freaks geben, die auch das letzte aus der Waschmaschine herauskitzeln m\u00f6chten und vielleicht mal \u201eunter die Motorhaube\u201c schauen wollen. Das ist aber eher die Ausnahme. Wenn wir beim Kunden im Labor sind, sind da aber meistens Frauen und manchmal auch nur ungelernte Aushilfskr\u00e4fte (z.B. in der Erntezeit). Und die haben im Laboralltag meistens \u201egenug zu tun\u201c. Die wollen und k\u00f6nnen sich nicht auf komplizierte Mess-Systeme einlassen oder sich dar\u00fcber \u00e4rgern, dass nur der Kundendienst kalibrieren kann und man dann wieder zwei Wochen auf den Au\u00dfendienstmitarbeiter warten muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher ist es wichtig eine saubere und harmonische Mensch-Maschine Schnittstelle zu schaffen. Das erzeugt ein Erlebnis beim Kunden und hebt am Ende den Wert unserer Marke. Als kleine Firma ist es unerl\u00e4sslich, dass man hier Pluspunkte sammelt. Man kann nichts laufen oder schleifen lassen. Man muss sich wirklich um jeden einzelnen Kunden und Menschen bem\u00fchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir machen das z.B. mit Schulungen vor Ort und bei der \u00dcbergabe des Systems. Telefonisch oder per Email unterst\u00fctzen wir unsere Anwender bei der Bedienung der Mess-Ger\u00e4te. Au\u00dferdem halten wir lange nach der Auslieferung einer Maschine Kontakt zum Kunden und versuchen zusammen Fallstricke zu entsch\u00e4rfen oder sogar ganze Abl\u00e4ufe und Interfaces anzupassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum gemischtgeschlechtliche Teams effizienter sind und dem Kunden einen Mehrwert bieten &#8211; von Julia B\u00f6ttcher Ich gebe zu, als Frau in einem M\u00e4nnerberuf zu arbeiten, der viel mit Elektrotechnik, Programmierung oder Prozesstechnik zu tun hat, ist manchmal ungew\u00f6hnlich. 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